DegraTex – Entwicklung biobasierter, abbaubarer Lösungen für Geotextilien für kurzfristige Anwendungen wie temporäre Erdstrukturen und Vegetationsschutz
Projektdaten
Projektkoordinator:
- Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen
Projektpartner:
- Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik (UMSICHT)
- RWTH Aachen (ITA, IAMB/ABBT, GUT, Institut für Umweltforschung)
- Essedea GmbH & Co. KG
- Huesker Synthetic GmbH
- Wurzel
- Neisser Geoprodukte
Laufzeit:
- 01.12.2021 – 31.05.2024
Wertschöpfung
Rohstoffe
- Biobasierte Polymere (PLA, Wolle, Hanf, Viskose)
Produkte und Verwertung
- Biobasierte, abbaubare Geotextilien in Form von Vliesen, Geweben oder Mischtextilien
Kurzbeschreibung
DegraTex entwickelt biobasierte, biologisch abbaubare Geotextilien für kurzfristige Anwendungen wie temporäre Erdbauwerke und Vegetationsschutz. Geotextilien erfüllen vielfältige Funktionen wie Trennung, Verstärkung, Erosionsschutz und Filtration, werden derzeit aber überwiegend aus petrochemischen Kunststoffen hergestellt. Das Ziel von DegraTex ist es, diese durch nachhaltige Alternativen zu ersetzen, um Umweltbelastungen zu reduzieren.
Im Projekt werden unterschiedliche textile Strukturen erforscht, Produktionsprozesse entwickelt und die Wechselwirkungen der Materialien mit Boden, Luft und Organismen im Abbauprozess untersucht. Zudem werden Bewertungs- und Entwicklungsinstrumente geschaffen, die technische, ökologische und wirtschaftliche Aspekte berücksichtigen. Labor- und Feldversuche dienen der Erprobung der Materialien und Installationsmethoden. DegraTex fokussiert sich auf zwei Hauptanwendungen: Verstärkung und Erosionsschutz von Erdbauwerken sowie Vegetationsschutz.
Durch die Entwicklung nachhaltiger, abbaubarer Geotextilien soll der Einsatz petrolbasierter Produkte in der Natur verringert und gleichzeitig technisch und ökologisch sinnvolle Lösungen bereitgestellt werden.
Ergebnisse
- Biobasierte, abbaubare Geotextilien sind grundsätzlich für den temporären Erdbau geeignet.
- Ihr Abbau birgt kein größeres Umweltrisiko als der konventioneller Geotextilien.
- Verfügbarkeit und Festigkeit vieler biobasierter Materialien sind aktuell für eine breite Anwendung noch unzureichend.
- Der mit dem Abbau verbundene Festigkeitsverlust erfordert angepasste Gestaltungsregeln für den Erdbau.